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Performance

 
JUDDSET
Münster, CIRCLES, Festival der lebenden Skulptur im öffentlichen Raum, 2001
Performance, Gruppe ephemer
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Foto: ephemer

 

Über das Projekt:
 
Die Betonkreise von Donald Judd am Aasee, entstanden anläßlich der ersten Skulpturenausstellung in Münster, sind inzwischen über 30 Jahre alt. Unbeeindruckt von den Graffitis, die den Beton bedecken und dem Efeu, das sie zunehmend überwuchert, nehmen die zwei Kreise Bezug auf zwei Konstanten der umgebenden Landschaft, die Neigung des Hügels und die Horizontale des Wasserspiegels.
Die Performancegruppe ephemer belebte diese fast vergessene Skulptur für die Dauer der Aktion. Sieben Akteure betreten die Kreise, begehen den Beton. Auch sie nehmen so die Linien der Umgebung auf, verstärken ihre Sichtbarkeit. Sie verfremden die Skulptur jedoch in gleicher Weise, sie wird zur Bühne, die durch ihre Struktur einen bestimmten „Umgang“ provoziert.
"Der Vorgang ist der Anfang, aber der Anfang macht jedesmal einen Schritt zurück, so dass der Anfang nicht einfach anfängt, sondern eine Suche nach dem Anfang ist."
Dieses Zitat von Judd könnte ein Untertitel der Performance sein. Der Kreis als Form ohne Anfang und Ende, als Bühne ohne Auf- und Abgang. Der erste Schritt und die Frage danach, was der erste Schritt ist. Gehen und die Suche nach dem Anfang sind das Thema, das Gehen im Kreis, das Gehen in verschiedenen Tempi und Rhythmen, das Gegeneinander- und Miteinandergehen. Das Publikum befindet sich dabei innerhalb der Kreise, so dass sich auch die Zuschauer - vorausgesetzt, sie wollen möglichst viel sehen - ständig drehend bewegen und den „Kreislauf“ am eigenen Körper miterleben.
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