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Kinderbildung

 
AN KINDERHAND DURCH MÜNSTER
Audio-Art-Projekt mit einer integrativen Grundschulklasse, Münster, 2006
zur SlideshowFoto Ralf Emmerich
Hörproben aus der CD
"An Kinderhand durch Münster"
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Über das Projekt:

Wie erleben Grundschulkinder den Stadtraum heute? Als Raum der Möglichkeiten oder als Gefahrenzone, als Hindernisparcours oder Konsumtempel? Welchen Bezug haben Kinder zur Geschichte ihrer Stadt, wie können sie eine ganz persönliche Beziehung auch zu historischen Orten aufbauen und sich damit die Stadt neu "aneignen"?
Die in diesem Projekt entstandene CD bringt Kinderstimmen zum Stadtraum zu Gehör und ist ein Rundgang durch Münster, der real mit Walkman oder gemütlich im Sessel nachvollzogen werden kann.
Eine ungewöhnliche Route entsteht aus den Orten, Situationen und Gebäuden, die sich die Kinder ausgesucht und zu denen sie auf dem Hintergrund ihrer Recherchen eigene Geschichten geschrieben und gesprochen haben. Der Weg führt den Zuhörer und Stadtwanderer an Kinderhand durch Münster – und entführt ihn in eine Welt, in der nicht nur Lebewesen, sondern auch Häuser und Straßenlaternen Seele und Sprache haben.
Münster aus Kindersicht – doch nicht nur für Kinder - erschließt neue Perspektiven auf die Stadt. Das entstandene Hörstück wurde in einer schulinternen Präsentation und in einer von einem Kinderteam moderierten Sendung im Bürgerfunk der Öffentlichkeit vorgestellt.
Das Projekt will Kinder dazu animieren, den öffentlichen Raum einer Stadt auch als „ihren“ Raum zu betrachten. Kinder werden zunehmend aus diesem Raum ausgegrenzt. Sie sollen sich in überwachten Innenräumen oder auf abgezäunten Spielplätzen aufhalten, zu ihrem Schutz und um den reibungslosen Ablauf von Verkehr und Konsum in der Erwachsenenwelt nicht zu stören. Doch sind die Orte der „Großen“ für Kinder oft viel anziehender als die von Erwachsenen für sie definierten Bereiche. Und nicht zuletzt haben Kinder ein Recht auf Präsenz im Stadtraum. Wichtiger Bestandteil des Projekts ist deshalb eine Entdeckungsreise in Münsters Innenstadt, auf der die teilnehmenden Kinder vertraute und fremde Orte im Stadtraum neu wahrnehmen und sich den Stadtraum über Identifikation und Auseinandersetzung aneignen können. Dabei entschieden sie sich für einen Ort ihrer Wahl, mit dem sie sich über mehrere Wochen lang intensiv beschäftigten. Die Ergebnisse waren so unterschiedlich wie die Kinder: vom verdichteten Mehrzeiler bis zur zehnseitigen Science-Fiction-Story, von der eher nüchternen Dokumentation tatsächlicher Ereignisse bis zur freien Erfindung von Charakteren und Geschichten.
 
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